Wohnungsauflösung in München: Wer trägt die Kosten?

Für eine Wohnungsauflösung trägt im Normalfall immer der Eigentümer des Hausrats die Kosten. Es gibt jedoch Fälle, in denen dieser nicht in der Lage ist, die Kosten für die eigene Wohnungsauflösung zu zahlen. Dann kommen abhängig von den jeweiligen Umständen sechs folgende Kostenträger für die Kostenübernahme bei Zahlungsunfähigkeit infrage:

  • unterhaltspflichtige Personen

  • Angehörige oder Erben

  • Sozialamt

  • Vermieter

  • Hausratversicherung

  • Mietnomadenversicherung

Ist der Wohnungsinhaber nicht zur Zahlung der Entrümpelung seiner Wohnung in der Lage, gehen die Kosten entweder auf eventuelle unterhaltspflichtige Personen wie Eltern oder Kinder oder aber auf die Träger der Grundsicherung über. Die Anträge für die Kostenübernahme sind bei den zuständigen Ämtern unbedingt vor der Beauftragung eines Dienstleisters zu stellen.

Besteht für die Wohnung eine aktuelle Hausratversicherung ist es möglich, dass diese zur Kostenübernahme bereit ist. Dies ist besonders bei Brand- oder Wasserschäden der Fall, wenn ein Großteil oder auch der gesamte Hausrat unbrauchbar geworden sind. Die Kostenübernahme ist mit der Versicherung immer im Vorfeld zu klären.

In Deutschland sichern sich Vermieter gerne gegen die Verwüstung von Wohnungen durch Messies oder Mietnomaden mithilfe einer Mietnomadenversicherung ab. Diese greift, wenn die Wohnungsauflösung nach Verwüstung der Wohnung durch einen Messie bzw. Mietnomaden notwendig wird und übernimmt in so einem Fall die entstehenden Kosten. Auch hier muss immer vor Beauftragung der Wohnungsauflösung mit der Versicherung eine solche vereinbart werden.