Professionelle Wohnungsräumung: Kosten, Organisation & Ablauf

  • März 12, 2021
  • Blog

Eine Wohnungsräumung steht an und Sie fragen sich, wie Sie das Ganze am besten umsetzen? Dann lesen Sie folgenden Beitrag. Wir erklären Ihnen wie Profis eine Wohnungsräumung durchführen, welche Kosten entstehen können und zeigen Ihnen außerdem, worauf Sie bei einem Dienstleister achten müssen und mit welchen Tricks sie Kosten sparen können. Viel Spaß beim Lesen.

Wer übernimmt die Wohnungsräumung?

Wenn Menschen alt und hilfebedürftig werden, steht oftmals der Umzug in ein betreutes Wohnen oder Altenheim an und die alte Mietwohnung muss komplett geräumt werden. Das erledigt man entweder mithilfe von Freunden und Angehörigen selbst oder überlässt es einem professionellen Dienstleister. Wer über genügend Hilfe, Kraft und Technik verfügt und außerdem ausreichend Zeit für die Wohnungsauflösung hat, kann diese durchaus selbst durchführen. Steht das alles nicht zur Verfügung, überlassen Sie die Wohnungsräumung lieber einem Unternehmen. Das spart zwar nicht unbedingt Geld, aber auf alle Fälle viel Zeit und eine Menge Stress.

Wer ist der richtige Ansprechpartner für eine Wohnungsräumung?

Es gibt Unternehmen, die sich auf diese Aufgabe spezialisiert haben und nichts anderes machen, als täglich Wohnungen und Häuser auszuräumen. Diese verfügen über ein umfangreiches Know-how und versierte Mitarbeiter, sodass eine Wohnungsauflösung im Handumdrehen erledigt ist. Dazu gehören:

  • Umzugsfirmen
  • Entrümpelungsfirmen

Wer bezahlt die Wohnungsräumung?

Die Räumung einer Wohnung oder und auch eines Hauses bezahlt immer der Eigentümer des Hausrats – also in der Regel die Mieter bzw. Eigentümer von Wohnung oder Haus. Ist ein naher Verwandter gestorben und Angehörige werden aufgefordert, die Wohnung zu räumen, müssen diese auch die Kosten tragen. Es sei denn, sie lehnen das Erbe ab. Dann ist der Vermieter zuständig und muss für die Kosten der Wohnungsräumung aufkommen. Gehörten Haus oder Wohnung dem Verstorbenen und die Angehörigen schlagen das Erbe aus fällt alles dem Staat zu, der sich dann auch um die Entrümpelung sorgen muss.

Was kostet die Räumung der Wohnung mit einem Profi?

Was dem Mieter eine Wohnungsräumung kostet, hängt von mehreren Faktoren ab:

  1. Größe der Wohnung
  2. Umfang von Möbeln und Hausrat
  3. Art des Mülls (Sperrmüll, Elektroschrott, Sondermüll)
  4. Lage der Mietwohnung im Gebäude
  5. Lage des Gebäudes / Zufahrt
  6. Zusatzleistungen

Daher sind pauschale Aussagen zu den Kosten für eine Wohnungsräumung schwer. Damit Sie sich ein ungefähres Bild machen können, haben wir Ihnen ein Beispiel aus der Praxis zusammengestellt:

Hierbei geht es um die Räumung einer Wohnung mit 3 Zimmern und ca. 60 qm² Wohnfläche.

Hierbei geht es um die Räumung einer Wohnung mit 3 Zimmern und ca. 60 qm² Wohnfläche.

 

Posten: Preis:
Räumung 1400,00 €
Elektroschrott wie Kühlschrank, Gefrierschrank 100,00 €
Bodenbeläge entfernen und entsorgen 400,00 €
Entsorgung von Restmüll 50,00 €
Gesamtkosten Wohnungsräumung: 1950,00 €

Hinzu können bei größeren Mengen Abfall auch noch Kosten für einen Container kommen. Diese setzen sich aus den Miet- und Transportkosten zusammen. Hierfür werden in der Regel ca.

  • 10 – 15 m³ veranschlagt.

In einigen Fällen bezahlen Sie auch für die Entsorgung der Elektrogeräte wie Kühlschrank:

  • 40 – 60 € pro Gerät.

Experten sagen deshalb, dass man bei der Wohnungsräumung mit ca. 500,00 € pro Zimmer rechnen kann.

Wohnungsräumung kostenlos: geht das?

Vorsicht bei solchen Angeboten. Tatsächlich gibt es immer wieder Dienstleister, die mit Angeboten wie: „kostenlose Wohnungsräumung“ werben. Dahinter steckt in der Regel der Gedanke, dass Firmen den kompletten Hausrat der Wohnungsauflösung aufkaufen und den Wert der Gegenstände auf die Kosten anrechnen. Kostenlos ist so eine Haushaltsauflösung allerdings nur, wenn sich tatsächlich genügend Wertsachen bzw. wertvolle Gegenstände im Haushalt befinden, um alle Kosten der Firma zu decken. Ist das nicht der Fall, klappt es mit der kostenlosen Wohnungsräumung nicht. Außerdem arbeiten Firmen, die hinter solchen Angeboten stecken oft unseriös und am Ende findet man Ihren Hausrat irgendwo im Wald auf einer wilden Müllkippe und macht Sie dafür verantwortlich.

Was Mieter bei der Wohnungsräumung beachten sollten

Als Mieter haben Sie die Mietwohnung in einem im Mietvertrag vereinbarten Zustand zu übergeben. Dabei müssen Sie dem Vermieter alle zur Wohnung gehörenden Schlüssel übergeben, die Sie beim Einzug erhalten haben. Bei der Wohnungsauflösung müssen alle Gegenstände entfernt werden. Ansonsten muss der Vermieter die Wohnung nicht zurücknehmen und der Mieter wäre verpflichtet so lange Miete zu zahlen, bis die Wohnung komplett geräumt ist bzw. die Kosten für die komplette nachträgliche Räumung übernehmen.

Haushaltsauflösung mit Profi: Die Vorteile

Wird eine Mietwohnung gekündigt, haben Mieter selten Zeit, sich innerhalb der Kündigungsfrist um alle notwendigen Angelegenheiten zu kümmern und dann auch noch die aufwendige Wohnungsräumung selbst durchzuführen. Der größte Vorteil der Haushaltsauflösung durch einen Profi ist daher die Einsparung von Zeit. Denn professionelle Unternehmen erledigen eine Wohnungsauflösung in der Regel innerhalb eines Tages. In der Zeit müssen Sie nicht einmal vor Ort sein, können sich derweil um wichtige Dinge kümmern und am Ende des Tages eine besenreine Wohnung übernehmen. Weitere Vorteile:

  • Sie sparen Kraft – denn Demontage, Tragen und Räumen von Möbeln und Hausrat sind nicht zu unterschätzen.
  • Sie sparen Nerven – denn eine Wohnungsauflösung kann emotional belastend sein, vor allem wenn der Mieter ein naher Angehöriger war. Und auch wenn es um den eigenen Umzug in ein Pflege- oder Altenheim geht, ist der Abschied von vielen geliebten Dingen nicht einfach.
  • Sie sparen Steuern – denn eine Wohnungsräumung kann als haushaltsnahe Dienstleistung bei der Steuer geltend gemacht werden.
  • Sie sparen die Organisation zusätzlicher Dienstleister – denn häufig bieten professionelle Firmen Zusatzleistungen für die Mieter an, wie zum Beispiel kleinere Reparaturen.

Ablauf der Wohnungsauflösung

Bevor Sie eine Wohnungsauflösung bei einem Unternehmen in Auftrag geben, machen Sie sich einen genauen Plan. Nur so können Sie nichts vergessen und zusätzlich noch Geld sparen. Und dann gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  1. Sortieren Sie den Hausrat in Dinge, die entsorgt werden müssen, die mitgenommen werden und die Sie verkaufen oder verschenken könnten.
  2. Dabei durchsuchen Sie nochmals alles nach persönlichen Sachen und Wertgegenständen, damit Sie hier nichts übersehen.
  3. Packen Sie am besten alles ein, was nicht in der Wohnung bleiben aber auch nicht verkauft, verschenkt oder entsorgt werden soll.
  4. Kümmern Sie sich rechtzeitig um den Verkauf, das Verschenken oder Spenden von Gegenständen und Bekleidung.

Kosten sparen bei der Wohnungsauflösung

Je kleiner der Hausrat, der für die Wohnungsräumung übrigbleibt, desto geringer die Kosten für die Wohnungsauflösung. Mit dem Verkauf von Möbeln und anderen Gegenständen können Sie obendrein ein paar Euro in die Haushaltskasse spülen.

Hof-, Garagen oder auch Wohnungsflohmärkte erfreuen sich großer Beliebtheit. Hier verkauft man sogar Bücher, Schallplatten und DVDs, die man auf Ebay nicht so schnell loswird. Wenn Sie Dinge mit einem obligatorischen 1,00 € auspreisen, werden Sie selbst Ladenhüter los und müssen sich nicht um deren Entsorgung kümmern. So sparen Sie indirekt wieder ein paar Euro ein.

Alles, was Sie nicht verkaufen, können Sie verschenken oder an soziale Einrichtungen spenden. Diese freuen sich oftmals über Möbel und Haushaltsgeräte und nehmen auch Kleiderspenden entgegen.

Last but not least können Sie dem Entrümpelungsunternehmen auch den Hausrat zum Kauf anbieten und sich dessen Wert auf die Kosten der Wohnungsauflösung anrechnen lassen. Somit haben Sie nicht nur Kosten, sondern auch Mühen gespart.

Achten Sie darauf, dass das Unternehmen aus der näheren Umgebung stammt. So sparen Sie sich teure Anfahrtspauschalen.

Wie erkennt man ein seriöses Unternehmen?

Vorsicht bei Billigangeboten. Das kann ins Auge gehen und am Ende doppelt so teuer werden. Ein seriöses Unternehmen erkennen Sie an folgenden Dingen:

  • Das Unternehmen bietet Ihnen eine kostenlose Erstbesichtigung an.
  • Die Firma erstellt Ihnen ein kostenloses Festpreisangebot.
  • Eine Haftpflichtversicherung kann von dem Dienstleister nachgewiesen werden.
  • Das Unternehmen stellt Ihnen einen schriftlichen Nachweis für die fachgerechte Entsorgung aus.

Lassen Sie sich nicht auf einen Kostenvoranschlag ein. Denn die abschließende Rechnung darf diesen um 20 % übersteigen, sodass Sie am Ende noch eine böse Überraschung erleben. Mit einem Festpreisangebot sind Sie immer auf der sicheren Seite.